1902

[[Günther Wagner]] gründet die theosophischen Loge in Lugano.

Gustaf Nagel auf dem Monte Verità

Ein sonderbarer Kauz
Intelligenzblatt, 25. November 1902.

Le voyageur en chemise
L’impartial, 26. November 1902.

Un journal schwytzois raconte…
Feuilles d’avis de Neuchâtel, 26. November 1902.

Singulier voyageur
Le Confédéré, 29. November 1902.

„A child of nature“
Arizona Republican, 3. Dezember 1902.

Am 17. November entstieg…
Tiroler Volksblatt, 6. Dezember 1902.

Da ich im vergangenen Sommer das Glück hatte…
Vegetarische Warte, 1902.

Am 17. November besucht Gustaf Nagel den Monte Verità. Davor reiste er offenbar aus dem Tessin nach Zürich und wieder zurück ins Tessin. Auf der Rückreise machte er am 17. November in Goldau einen Zwischenhalt, wie verschiedene Zeitungsmeldungen belegen beziehungsweise kolportieren.

Ida Hofmann berichtet über den Besuch auf dem Monte Verità:

Gustav Nagel tritt am 17. November vor unsere erstaunte Gruppe. Heftiges Schneegestöber hindert ihn nicht, blossfüssig und nur mit einem kurzen Hemde bekleidet einherzugehen. Helle Freude breitet sich über die Züge der Anwesenden; denn der Anblick seiner Persönlichkeit wirkt erfrischend; er macht den Eindruck eines Genesenden, aber noch nicht Gesunden. Seine Gestalt, sein von lockigem Haar umwallter Kopf sind schön. Ausdruck und Haltung sind edel, sein Auge jedoch ist unstät – er lacht oft kurz und grundlos auf. Nagel zeigt uns Atteste von den bekanntesten deutschen Medizinern und Naturärzten, welche einstimmig seine vielfach angezweifelte Zurechnungsfähigkeit bestätigen, damit Nagel sich von der über ihn verhängten Kuratel befreien könne. Er verkauft viele Ansichtskarten mit seinem eigenen Bildnis an uns, schläft Morgens bis 11 Uhr, lässt sich sein Essen zum Bett bringen, hüllt sich tagsüber nackt in eine wollene Decke, friert dabei jämmerlich und eilt von Unruhe getrieben, nach zweitägigem Aufenthalt zum Schiffe, das ihn weiter nach Süden bringen soll.