1907

V.l.n.r.: A. W. de Beauclair, H. Hesse, F. de Beauclair, H. Oedenkoven, I. Hofmann, ?, Arnold Ehret 1907 auf dem Monte Verità.

V.l.n.r.: A. W. de Beauclair, H. Hesse, F. de Beauclair, H. Oedenkoven, I. Hofmann, ?, Arnold Ehret 1907 auf dem Monte Verità.

Arnold Ehret (* 29. Juli 1866 in St. Georgen bei Freiburg im Schwarzwald, † 9. Oktober 1922 in den USA) war 1907 mehrere Monate Gast auf dem Monte Verità.1 In die Zeit seines Aufenhalts fiel der Besuch von Hermann Hesse. Denkbar ist, dass er und Fidus sowie seine Begleiterinnen sich begegnet sind. 1912 oder 1913 soll Ehret in der Casa Semiramis auf dem Monte Verità eine eigene „Schule für leibliche und geistige Diätetik“ eröffnet haben. Aus der Sicht von [[Werner Ackermann|Robert Landmann]] versuchte Henri Oedenkoven Ehret vor allem aus kommerziellen Überlegungen für eine Mitarbeit auf dem Monte Verità zu gewinnen. Er schreibt:

Oedenkoven spekulierte auf die weitverzweigte Popularität dieses bedeutenden Menschen und hoffte durch eine engere Verbindung mit ihm sein Unternehmen zu retten. Da auch Ehret einen Vorteil in dem Zusammengehen sah und seinerseits Oedenkoven mit Darstellungen einer rosigen Zukunft bearbeitete, war eine Interessengemeinschaft bald geschlossen.2

Allerdings sei der Zusammenarbeit, berichtet Landmann weiter, wenig Erfolg beschieden gewesen:

Der Fastenkünstler bevölkerte den Monte Verità mit seinen Anhängern. Erneut tummelten sich die seltsamsten Gestalten auf dem Berg. Aber viel schaute für die Kasse des Unternehmens dabei nicht heraus. Die Bedingungen, die Ehret ausgemacht hatte, waren für Oedenkoven so ungünstig, dass die Abmachungen schon nach kurzer Zeit aufgehoben werden mussten.3

Mai, Der Maler Fidus besucht den Monte Verità.

Januar

Das Ende eines Herzensromans
Wiener Bilder, 2. Januar 1907.

Bekanntlich wird das Zerwürfnis…
Berliner Börsenzeitung, 6. Januar 1907.

Der Ehekonflikt Leopold Wölflings…
Grütlianer, 57. Jahrg., 7. Januar 1907.

Les patriarches d’Ascona
Nouvellistes Valaisan, 19. Januar 1907.

Aus der Vegetarier-Kolonie am Lago Maggiore
Vladimir Straskraba, Tages-Anzeiger für Stadt und Kanton Zürich, 22. Mai 1907.

La Liberté, 10. Juli 1907

Les naturistes du Monte Verità
Jules Chancel, L’Illustration, Juli 1907.

Vom Genfersee zum Gardasee
Prager Tagblatt, 2. August 1907.

Queer Roads Back To Nature
Daily Press, 16. August 1907.

Oktober

Oktober, Max Tobler hält sich auf dem Monte Verità auf.4 Tobler war seit 1904 Redaktor der sozialdemokratischen Tageszeitung Volksrecht, seit 1905 Mitgründer der Schweizerischen Antimilitaristischen Liga und seit 1906 zusammen mit Karl Brupbacher, dem Philosophen Rudolf Willy, dem Maler und Schriftsteller Ulrich Wilhelm Züricher und dem Pädagogen und Anarchisten Jean Wintsch Redaktor der Zeitschrift Polis.

Anzeige Vegetarische Warte
Vegetarische Warte, 2. Oktober 1907.

Les cures naturistes
Marcel Labbé, Le Journal des Débats politiques et littéraires, 17. Oktober 1907.

  1. Locarno et ses Environs. Fremdenblatt mit offizieller Fremdenliste. Visitors‘ Journal and Official List, 6. Jahrg., Nr. 6, 23. Ferbuar 1907 bis Nr. 25, 18. Mai 1907. []
  2. Robert Landmann, Ascona – Monte Verità, S. 144. []
  3. Ebda. []
  4. Locarno et ses Environs. Fremdenblatt mit offizieller Fremdenliste. Visitors’ Journal and Official List, 6. Jahrg., Nr. 38, 5. Oktober 1907, bis Nr. 42, 19. Oktober 1907. []