Karl Max Engelmann

Villa Wartburg

Villa Wartburg

In ihrer Schrift über den Monte Verità berichtet Ida Hofmann im Zusammenhang mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück für die Siedlung in der Umgebung von Locarno über ihren Aufenthalt in der Villa Wartburg in Locarno-Monti im Herbst 1899. Sie führt dazu aus:

Der Abend war meist der musikalischen Unterhaltungim Kreise der Familie Engelmann gewidmet. Vater Engelmann, eine schöngeistig angehauchte Natur rezitirte Stellen aus Opern Wagners und begleitete dazu am Harmonium; eine, unter einem Tische angebrachte Lampe verbreitete rotes Dämmerlicht, welches die Wirkung dieser Vorträge wesentlich erhöhte.1

Die Pension Wartburg bestand seit 1897.2 Besitzerin wat Eugenie Engelmann aus Sachsen.

Ludwig Ankenbrand schreibt 1913 in seinem Bericht Bilder von meiner Wanderfahrt zu Engelmann:

Nicht minder konnte Freund Beckmann die Küche des Herrn Engelmann rühmen, bei dem er einquartiert war. Herr Engelmann bot uns sonst noch mancherlei, was wir, nicht alle Tage haben können: einen Wagnerabend und vieles aus seiner geistigen Schatzkammer.3

Buchautor

In seinem Eigenverlag veröffentlichte Karl Max Engelmann verschiedene Schriften.

  • Der Uranische Staat als Pflichterfüllung des Stärkeren, 1918.
  • Eros und Psyche. Ein Frühlingsfestspiel
  • Die Zähmung der Menschenbestie durch allmähliche Gewöhnung an reine Pflanzenkost

Notensystem Resolla

Anzeige von M. Engelmann

Anzeige von M. Engelmann

1909 veröffentlichte C. M. Engelmann sein Notensystem Resolla. Sie erlaubt es etwa, bei „polyphonem Stimmengewebe“ durch kurze führende Stiele die Führung der Stimmen deutlich zu machen.4Allerdings bemerkt der Autor auch: „Im übrigen vermag ich mich mit Engelmanns „Musiktypenkurzschrift (Locarno-Schweiz 1909), die […] auf Oktavengleichmachung beruht, nicht zu befreunden, da sie ohne Kontakt mit der bisherigen Notenschrift bleibt und in gezwungener Weise sich zu den weißen Klaviertasten in Beziehung setzt.“5

Links

  1. Ida Hofmann, Monte Verità. Wahrheit ohne Dichtung, Lorch 1906, S. 16. []
  2. Schweizerische Handelsamtsblatt, 15. Jahrg., 20. Januar 1897, Nr. 18, S. 71. Online []
  3. Ludwig Ankenbrand, „Bilder von meiner Wanderfahrt (Nr. 8)“, in: Die Lebenskunst, 16. April 1913, Nr. 8, S. 195-196. []
  4. Georg Capellen, „Siebentonschrift oder Zwölftonschrift und ihre Entwickelungsmöglichkeiten“, in: Die Musik, 10. Jahrg., 1910-10, Band 39, S. 165. Online []
  5. Ebda., S. 166. []