Chronologie

1889 Alfredo Pioda (1848-1909), von 1884 bis 1887 Gemeinderat in Locarno und von 1893 bis 1909 Tessiner Grossrat und Nationalrat, plant mit dem Theosophen Franz Hartmann und Gräfin Constance Wachtmeister die Errichtung eines theosophischen Klosters “Fraternitas” auf dem heutigen Monte Verità.

1900 Die Brüder Karl Gräser und Gusto Gräser, die Schwestern Ida und Jenny Hofmann, Lotte Hattemer und Henri Oedenkoven beginnen mit dem Aufbau einer vegetarische Kolonie und eines Naturheilsanatoriums auf dem Monte Verità bei Ascona. Karl Gräser, der Oberleutnant in der österreichischen Armee war, Henri Oedenkoven und die Klavierlehrerin und Frauenrechtlerin Ida Hofmann hatten sich im Jahr davor während eines Aufenthalts in der Naturheilanstalt von Arnold Rikli in Veldes kennengelernt.

1909 Verschiedene Zeitungen berichten vom Ende der Vegetarierkolonie auf dem Monte Verità. Henri Oedenkoven stellt dagegen in einer Entgegenung fest, dass zwar das Naturheilsanatorium geschlossen werde, dass er aber auf dem Monte Verità “ein Zentrum für Kultur des Geistes und des Körpers im besten Sinne” schaffen wolle.

1913 Rudolf von Laban gründet auf dem Monte Verità die Schule für Bewegungskunst. Unter seinen Schülerinnen ist Isabelle Adderley, die später Henri Oedenkoven heiraten wird.

1916 Vom 18. bis 22. April findet auf dem Monte Verità der Congrès végétarien social statt.

1917 Am am 18./19. August findet das dreiteilige Sonnenfest statt.

1926 Ida Hofmann stirbt in São Paulo. Werner Ackermann, Hugo Wilkens, Max Bethke und William Werner verkaufen den Monte Verità Baron Eduard von der Heydt.