Émile Jaques-Dalcroze

Émile Jaques-Dalcroze (eigentlich Jakob Dalkes), * 6. Juli 1865 in Wien, † 1. Juli 1950 in Genf.

1875 zog die Familie von Jacques-Dalcroze von Wien nach Genf um. In Genf studierte er am Konservatorium, dann am Konservatorium in Paris bei Léo Delibes und Gabriel Fauré, schliesslich in Wien bei Anton Bruckner.

Ab 1892 war er Professor für Solfeggio und Harmonielehre am Konservatorium in Genf. Während dieser Zeit entwickelte er seine Methode der rhythmischen Gymnastik. 1902 erhielt er die Erlaubnis, am Konservatorium in Genf eine Spezialklasse für rhythmische Gymnastik zu leiten. 1911 gründete er in Hellerau die „Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus“. 1915 eröffnete er das Jaques-Dalcroze Institut in Genf, dem er bis zu seinem Tode vorstand.

Literatur

  • Joachim Gobbert, Zur Methode Jaques-Dalcroze. Die Rhythmische Gymnastik als musikpädagogisches System. Wege und Möglichkeiten der plastischen Darstellung von Musik durch den menschlichen Körper [Studien und Dokumente zur Tanzwissenschaft, Band 2], Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien 1998.

– Karl Toepfer: Empire of Ecstasy. Nudity and Movement in German Body Culture, 1910-1935. Berkeley 1997. Online: Empire of Ecstasy.

Links