Ferdinand von Wrangell

Baron Ferdinand von Wrangell (auch Wrangel) kam am 16. Februar 1844 in St. Petersburg zur Welt. Sein Vater war der Polarforscher Ferdinand von Wrangell. Er besuchte die Marineschule in St. Petersburg und machte auf einem Schulschiff Fahrten in den nahen Osten. Danach besuchte er die Universität Dorpat. Nach dem Studium diente er wieder in der Marine und erhielt das Kommando der Marine-Station für wissenschaftliche Forschung am Schwarzen Meer. 1880 wurde er zum Erzieher von Herzogs Carl Michael zu Mecklenburg-Strelitz berufen. 1884 bis 1899 war er zuerst Inspektor, dann Direktor des kaiserlichen Alexanderlyceums in St. Petersburg.

1898 erlitt er einen Schlaganfall.

1907 kam Wrangell nach Ascona. Hier hielt er regelmässig Vorträge und veröffentlichte verschiedene seiner Texte. So hielt er im Sommer 1907 auf dem Monte Verità einen Vortrag über Theosophie und Wissenschaft.1 Zum gleichen Thema veröffentlichte er die Broschüre Theosophie und Wissenschaft.

1919 gehörte Wrangell zu den Mitunterzeichnern von Rudolf Steiners “Aufruf an das deutsche Volk und an die Kulturwelt!”

Wrangell starb am 3. Dezember 1919 in Ascona.

Quellen

Paul von Rechenberg Linten, Baron Ferdinand von Wrangell. Ein kurzes Lebensbild. Typoskript. Online

Dokumente

Panslawismus und Deutschrussen
Rigasche Zeitung, 31. März 1909.

Literatur

Russlands innere Lage, Leipzig 1905.
Die baltische Frage in persönlicher Beleuchtung, Reval 1907.
Die Elemente des russischen Staates und die Revolution, Leipzig 1907.
Im neuen Russland. Eindrücke, Gespräche, Betrachtungen, Reval 1908.
Warum kämpfen sie? Eine völkerpsychologische Studie, Zürich 1914.

Link

  1. Der Votrag ist in drei Teilen abgedruckt in der Zeitschrift Die Lebenskunst, 2. Jahrg., Nr. 23, S. 585-588, und 16. Dezember 1907, Nr. 24, S. 613-616. []