gustaf nagel will mit dem funde wucher treiben

gustaf nagel will mit dem funde wucher treiben. gustaf nagel, der Wanderprediger vom Arendsee (Altmark), der sich vor einiger Zeit auf die Wanderschaft begeben hatte, um als Freier sein “Glück” zu suchen, ist um einige Enttäuschungen reicher nach Arendsee zurückgekehrt. Nachdem seine Sehnsucht sich nicht erfüllt hat, nimmt gustaf nagel seine Zuflucht zu einer Kleinen Anzeige im Blatte seines Heimatortes, in der Hoffnung, hiedurch den Traum seines Lebens erfüllen zu können. Wir lesen in dieser Zeitung folgende Kleine Anzeige: “welche dame ist bereit, mit mir am arendsee einen jungborn zu eröfnen, damit wir mit dem funde wucher treiben könen, welches uns got hir am arendsee als heilwert gab, es massif goldig und stralent glanzent gesund machend auszuprägen. gustaf nagel.”

Salzburger Volksblatt, 64. Jahrg., 16./17. Juni 1934, Folge 135, S. 8. Online